Pharmakogenomics
Zur Identifizierung spezifischer pharmakologischer Angriffsziele in Mantelzelllymphomen, integriert dieses Projekt komplementäre Teile mit Abdeckung aller molekularen Aspekte von Mantelzelllymphomen. Genomische Studien (Host-genetic SNP, genetische Variabilität) und RNA- Mikro-Array-Analysen von arzneimittelresistenten Tumoren werden auf IGR-Forschungsebenen durchgeführt. Die vorklinische medikamentöse Erprobungsstrategie basiert auf den neu entwickelten Zelllinien und Maus-Modellen für Mantelzell-Lymphome. In dem derzeitigen Projekt werden die Bemühungen auf die Transformation von Informationen für die klinische Anwendung gerichtet, die aus den molekular-pharmakologischen (pharmakogenomisch) Studien und Tierstudien gewonnen wurden. Dies geschieht mittels Studien an ausgewählten Proben von Patienten der Clinical MCL Intergroup Working Party. Die Gruppe wird in einem integrierten Netzwerk arbeiten, das Proben und Resultate teilt, was es ermöglichen wird, verschiedene prädiktive Modelle, basierend auf pharmakogenomischen Profilen, zu entwickeln. Die begleitende Entwicklung von vorklinischen Werkzeugen zur Testung spezifischer antikanzerogener Medikamente gegen MCL wird auch in dieses Arbeitspaket integriert. Die verschiedenen Partner und Aufgaben dieser Arbeitsgruppen sind:
- Institute of Pathology, University Kiel
- Aufgabe: NfkB und Chemoresistenz
- Pathologie des Cellules Lymphoïdes, Université Claude Bernard Lyon-1, Lyon (G Salles) Aufgaben: SNP Expressionsprofile, PCR und taqman PCR (ABI)
- GSF Research Institute, Munich (T Meitinger)
Aufgaben: SNP Expressionsprofile, Massenspektrometrie (sequenom) und taqman PCR (ABI) - Oncogenetic platform (Bressac de Paillerets) Institut Gustave Roussy:
Aufgaben: SNP Expressionsprofile: PCR und taqman PCR - Central animal laboratory Institut Gustave Roussy, Aufgaben: Erstellung von Mausmodellen.
- Department of health Institut Gustave Roussy, Aufgaben: Mikroanordnung, SNP statistische Analyse
Ziele:
Chemorefraktäre primäre Tumorzellen und das Auftreten von
Chemoresistenzen im Verlauf der Behandlung repräsentieren
große Probleme in der MCL-Therapie. Daher sind klinische Werkzeuge
erforderlich, um wichtige funktionelle Parameter der Chemosensitivität
in Patientenzellen zu überwachen. Allerdings ist die molekulare
Basis für diese Zellresistenz nicht bekannt: Chemoresistente Gene
könnten aktiv sein, Exportpumpen könnten Zytostatika aus den
Tumorzellen entfernen oder die Zielzellen der Therapie könnten verändert
sein.
Ziel dieses Arbeitspaketes ist die Erläuterung verschiedener
molekularer Wege zur Festlegung verlässlicher prädiktiver Parameter
im Rahmen kontrollierter Studien des European MCL Network. Daher
wird neben dem kürzlich erarbeiteten Mausmodell zur Entwicklung
vorklinischer Werkzeuge für Medikamentforschung die prognostische
Relevanz des Single-Nukleotid-Polymorphismus von Enzymen, die in den
Metabolismus verschiedener zytostatischer Medikamente involviert sind,
bei Patienten des European MCL Network untersucht.
Zusätzlich werden molekulare Veränderungen insbesondere bei refraktären
MCL untersucht.

